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John Piper zur Aufgabe der christlichen Gemeinde in der Flüchtlingskrise

Ein Auszug einer Rede von John Piper, welche die Aufgabe der christlichen Gemeinde in der internationalen Flüchtlichskrise thematisiert:

„Wenn es sich so ergibt, dass die US-Regierung sich auf eine Flüchtlingspolitik festlegt, welche auf Angst und Abgebrühtheit gegenüber den schutzlosesten Menschen basiert, dann ist die evangeliumsgläubige Gemeinde in Amerika nicht dazu beschränkt diese Sichtweise oder diese Ängste anzunehmen oder durch diese Politik begrenzt zu sein. Wir marschieren zu einer anderen Trommel. Wir haben einen anderen König. Unsere Staatsbürgerschaft ist von einem anderen Ort.

Und als Antwort sollten wir der Welt durch unsere Handlungen sagen: Wenn unsere Regierung euch fürchtet und ausschließt, dann kommen wir zu euch. Wir werden unsere Langzeitverpflichtung erhöhen, um einen stetigen Strom von Missionaren und Hilfskräften aus Amerika zu senden und zu unterstützen, welche die beste Botschaft der Welt mit sich tragen und welche sich um jegliche Form von Leiden sorgen, besonders ewiges Leiden. Auf diese Weise zeigen wir, dass wir nicht von Angst und Herzenhärte regiert sind, sondern von Jesus Christus, der ein Diener auf seinen eigenen Tod hin wurde, damit alle Völker dieser Welt Gott verherrlichen für seine Barmherzigkeit.“

Der Video:

Die ganze Predigt auf Englisch ist hier zu lesen.

Wie sollen wir Martin Luther als „Mutbürger“ nachahmen?

Wir feiern gerade das Lutherjahr. Dies gibt vielen Autoren und Redener Anlaß Luther als sogenannten „Mutbürger“ darzustellen, der sich lediglich für diverse politische, gesellschaftliche und soziale Zwecke einsetzte. Doch dies ist wirklich eine zweckentfremdende und verzerrende Reduktion, welche Luther deutlich „unter Wert“ verkauft und ihm letztlich nicht gerecht wird. Deutlich treffender beschrieb zuletzt Mike Ovey die eigentliche Größe Luthers mit den folgenden Worten:

„Die Größe Luthers bestand nicht nur darin, dass er eine entschlossener Mann war, der für das gestanden ist, an was er glaubte – das ist schwer genug. Mehr als das, er stand entschlossen für das richtige Evangelium, nicht für das falsche – und das ist noch schwerer. Wenn wir wirklich Luthers Mut neu hervorbringen wollen, fangen wir vielleicht am besten damit an, seinem Evangelium neu zuzustimmen und damit aufzuhören, billigen Fälschungen … davon zu glauben.“

Zitiert aus: M. Ovey, ‚Here we stand?‘ in: Oak Hill College, Commentary Winter 2016/17, 26-8, 28. (Link: hier)

Deutlich mehr als ein „gewöhnliches Postskriptum“ (PS): Eine praktische Inspiration zur Nachahmung dieser Form von Mutbürgertum ist auch das Leben von Mike Ovey (* 1958, † 2017) selbst. Ovey war auch so ein „Mutbürger“ wie einst Luther, welcher wusste, dass er ohne Christus letzlich nichts ist, und durch die lebensverändernde Kraft der Botschaft von Jesus Christus dieser Welt ein bleibendes und nachahmenswertes Erbe hinterließ.

Habe Zuversicht, wenn es so aussieht, als würde der christliche Glaube „vor die Hunde gehen“. (G.K. Chesterton)

Der christliche Glaube hat in seiner zweitausendjährigen Geschichte schon viel „erlebt“ und wurde schon oft tot gesagt. Ironischerweise hat er seine Gegner langfristig immer überlebt und überwunden. Gott hat dafür gesorgt und wird es auch in Zukunft. So sagt G.K. Chesterton mit Scharfsinn und Humor:

„Mindestens fünf Mal … sah es so aus, als sei der christliche Glaube vor die Hunde gegangen. In jedem der fünf Fälle aber, war es der Hund der starb.“

Eine kleine Dosis von der Zuversicht dieses Spruches hilft gegen ungesunden Zynismus und Kleinglauben in Zeiten in denen es manchmal so aussieht, als käme nun der sechste Hund. Ob er nun kommt oder nicht, man kann jetzt schon sagen, wie es mit ihm ausgehen wird. Vergiss das nicht!

Das Zitat im englischen Original: ‚At least five times … the faith has to all appearances gone to the dogs. In each of these five cases, it was the dog that died.‘ (G.K. Chesterton, The Everlasting Man (New York: Dover, 2007) 249.)

Eine gelungene Predigt ist wie eine geführte Reise zwischen den Welten!

Wer effektiv predigt, spricht seine Zuhörer in ihrem Leben in dieser Welt an, aber er nimmt sie dann mit tief in die Welt der Bibel, bevor er sie dann wieder zurück in unsere heutige Zeit führt, damit sie dort leben, was sie gelernt und gehört haben. Dieses Merkmal einer gelungenen Predigt besprechen Tim Keller, D.A. Carson und John Piper, in einem Video, der seit langem zu meinem Favouriten gehört.

Ein Zitat des Philosophen Paul Boghossian gegen Relativismus und Konstruktivismus

Der Philosophie-Professor Paul Boghossian, welcher seit 1991 an der New York University schwerpunktmäßig Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie lehrt, diskutiert verschiedene Formen von erkenntnistheoretischen Relativismus und Konstruktivismus in einem seiner neueren Bücher. Ich möchte gerne einen Abschnitt aus dem Epilog zitieren. Der dritte Absatz des folgenden Zitats ist besonders zu beachten, weil dieser den engen Zirkelschluss dieses Denkens offenbart, der häufig in Diskussionen als vermeindliches „Totschlag“-Argument angewendet wird. Boghossian schreibt:

„Die konstruktivistische Kernthese, die uns in diesem Buch beschäftigt hat, besagt, dass Wissen von Gesellschaften in einer Weise konstruiert wird, die ihre kontingenten Bedürfnisse und Interessen wiederspiegelt. …

In seinen besten Momenten … enthüllt sozialkonstruktivistisches Denken die Kontingenz jener sozialen Praktiken, die wir fälschlicherweise als naturgegeben betrachtet hatten. Diese Leistung vollbringt es, indem es sich auf die kanonisierten wissenschaftlichen Begründungsweisen verlässt; es gerät auf Abwege, wenn es versucht, zu einer allgemeinen Theorie der Wahrheit oder der Erkenntnis zu werden. Die Schwierigkeit liegt darin, zu verstehen, warum diese Verallgemeinerungen sozialer Konstruktion so verlockend sind.

Eine Quelle ihrer Anziehungskraft ist offenkundig: Sie geben uns die Macht, jeden Erkenntnisanspruch einfach zurückzuweisen, wenn wir die Werte, auf denen er beruht, nicht zufällig teilen, da wir von vornherein wissen, dass jeder Erkenntnisgegenstand seinen Status nur unserem kontingenten sozialen Wissen verdankt.

Aber damit wird die wirkliche Frage nur vertagt. Warum diese Angst vor der Wahrheit? Woher kommt dieses starke Bedürfnis, sich gegen ihre segensreiche Wirkungen schützen zu wollen? …

Der intuitiv einleuchtenden Auffassung zufolge existieren die Dinge unabhängig von menschlichen Ansichten, und wir können über sie zu Meinungen gelangen, die objektiv vernünftig und ohne Rücksicht auf soziale und kulturelle Perspektiven für jeden verbindlich sind, der verstehen kann, welche Belege für sie sprechen. Auch wenn diese Vorstellung schwer zu begriefen sein mögen, so ist es doch ein Fehler, zu denken, die jüngere Philosophie hätte starke Gründe dafür entdeckt, sie zurückzuweisen.“

Zitiert aus: Paul Boghossian, Angst vor der Wahrheit: ein Plädogyer gegen Relativismus und Konstruktivismus (Berlin: Suhrkamp, 2013) 133-134.

Kevin Neumann – Wenn die Welle kommt

Die Message von Kevin Neumann spricht für sich:

Die Bevölkerung Europas zieht tendenziell in Städte und urbane Regionen

europaeische-bevoelkerung-in-2015

 

Quelle: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Mehr Kommentare zur Grafik unter: http://www.citylab.com/politics/2015/06/incredibly-detailed-map-europes-population-shifts/396497/