Zum Inhalt springen

In „Finsternis“ wandeln – Psalm 88

Psalm 88: 1 Ein Lied. Ein Psalm. Von den Söhnen Korachs. Dem Chorleiter. Nach Machalath zu singen. Ein Maskil. Von Heman, dem Esrachiter. 2 HERR, Gott meines Heils! Des Tages habe ich geschrien und des Nachts vor dir. 3 Es komme vor dich mein Gebet! Neige dein Ohr zu meinem Schreien! 4 Denn satt ist meine Seele vom Leiden, und mein Leben ist nahe dem Scheol. 5 Ich bin gerechnet zu denen, die in die Grube hinabfahren. Ich bin wie ein Mann, der keine Kraft hat, 6 unter die Toten hingestreckt, wie Erschlagene, die im Grab liegen, derer du nicht mehr gedenkst. Denn sie sind von deiner Hand abgeschnitten. 7 Du hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in Tiefen. 8 Auf mir liegt schwer dein Zorn, und mit allen deinen Wellen hast du mich niedergedrückt. // 9 Meine Bekannten hast du von mir entfernt, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin eingeschlossen und kann nicht herauskommen. 10 Mein Auge verschmachtet vor Elend. Zu dir rufe ich, HERR, den ganzen Tag. Ich strecke meine Hände aus zu dir. 11 Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen aufstehen, dich preisen ? // 12 Wird von deiner Gnade erzählt werden im Grab, im Abgrund von deiner Treue? 13 Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens ? 14 Ich aber, o HERR, schreie zu dir, und am Morgen möge dir mein Gebet begegnen. 15 Warum, HERR, verwirfst du meine Seele, verbirgst du dein Angesicht vor mir ? 16 Elend bin ich und todkrank von Jugend auf. Ich trage deine Schrecken, bin verwirrt. 17 Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet. 18 Sie umgeben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringen mich allesamt. 19 Du hast mir entfremdet Freund und Nachbarn. Meine Bekannten sind Finsternis.

(Elberfelder 1999)

Wer bisher wenig mit dem Psalm „anfangen“ kann, wird in folgender Predigt eine gute Orientierung finden;

Göttliche Souveränität und menschliche Verantwortung (Tim Keller)

Eine sehr gute Predigt zu einem schwierigen aber sehr wichtigen Thema:

1. Die Führung Gottes, die er durchführt. (0:00-19:40)

a) Gott führt auf paradoxe Weise.

b) Gott führt auf unoffensichtliche Weise.

2. Die Führung Gottes, die er gibt. (19:40 – 35:50)

a) Den Preis bezahlen: Gott „bedingungslos“ für und in allen Dingen des Lebens vertrauen.

b) Gott führt.

3. Die Führung Gottes, die er für uns erkauft, obwohl wir es nicht verdienen. (35:50 – 42:35)

Luther-Clip „Der Boss aus Wittenberg“

Hinweis: Ich empfehle den Video mit eingeblendetem Transkript zu sehen, damit man den Text besser versteht. (Dazu unter https://www.youtube.com/watch?v=ycdDeXiZupA  auf die auf den „Drei-Punkte“-Button klicken und das Transkript aktivieren.)
Bild

«von den Büchern erschlagen»: Wenn die Bücherliste «gefährlich» lang wird…

IMG_1572

Umrisse einer „Theologie der Technologie“

Dr. Darrell L. Bock (Professor für Neues Testament, Dallas Theological Seminary) und John Dyer (Executive Director of Communications and Educational Technology, Dallas Theological Seminary) diskutieren in einem Podcast die freisetzende aber auch korrupierende Macht modener Technologien. In dem Gespräch umreissen sie Grundlinien für eine Theologie der Technologie, reflektieren Gebrauch und Umgang bereits gängiger Technologien aus theologischer Sicht, werfen einen Blick in zukünftige Entwicklungen und zeigen ethische Frage- und Problemstellungen auf.

Übersicht:

00:16 John Dyers Weg in die Technologieindustrie

04:24 Ergebnisse technischen Fortschritts in der heutigen Welt

09:03 Eine biblische Theologie der Technologie entdecken

15:07 Trends und Tendenzen im Gebrauch von Technologien

20:32 Unser Fähigkeit mithilfe von Technik neue Möglichkeiten zu schaffen

23:15 Künstliche Intelligenz, die Cloud und die Zukunft der Technologiebranche

29:57 Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz einordnen

36:07 Ethische Frage hinter technologischen Innovationen

 

Ein vollständiges Transkript gibt es hier.

 

Konflikte gesunder und ungesunder Art

Der konstruktive Umgang mit Konflikten unterschiedlicher Art ist für das christliche Leben und das Wohl christlicher Gemeinden und Werke von sehr hoher Bedeutung. Allerdings werden die unterschiedlichen Herausforderungen, die mit diesem Thema in grosser Komplexität verbunden sind, selten adressiert oder theologisch reflektiert. Die Organisation Pathway Learning hat nun eine Reihe von kurzen Lehrvideos zum Thema Konfliktmanagement in Gemeinden veröffentlich. Den folgenden Video möchte ich hierbei besonders empfehlen:

 

Theologisches Erbe, theologische Methodik und der wiederkehrende Kampf um biblische Wahrheit und Einsicht

Es gibt viel wichtige Dinge zu unserer theologischen Methode zu fragen: Muss man nun das Evangelium an die gegenwärtige Generation anpassen, oder die gegenwärtige Generation an das Evangelium? Wie steht es um das biblische Wissen und Verständnis der biblischen Lehre in der jeweils neuen Generation? Wie gehen wir mit der Theologie früher Generationen um? Wie muss gegenüber einer neuen Generation die Verkündigung des Evangeliums geschehen um den Kern ihrer geistlichen Not zu treffen? Dazu schreibt John Murray (1898 – 1975):

„As it is true that ecclesia reformata reformanda est so also is it true that theologia reformata reformanda est. When any generation is content to rely upon its theological heritage and refuses to explore for itself the riches of divine revelation, then declension is already under way and heterodoxy will be the lot of the succeeding generation. The powers of darkness are never idle and in combating error each generation must fight its own battle in exposing and correcting the same. It is light that dispels darkness and in this sphere light consists in the enrichment which each generation contributes to the stores of theological knowledge.

Much of the pleading for adaptation of the gospel to the needs of this generation is suspect. For it is too often a plea for something other than the gospel. Far more important is the reminder that each generation must be adapted to the gospel. It is true, however, that the presentation of the gospel must be pointed to the needs of each generation. So it is with theology. A theology that does not build upon the past ignores our debt to history and naively overlooks the fact that the present is conditioned by history. A theology that relies upon the past evades the demands of the present.“

(John Murray, Collected Writings of John Murray IV, 8-9.)